Lauschaer Carnevalverein e.V.

Der Verein

Logo des Lauschaer Carnevalvereins
1976gegründet
rund 120aktive Mitglieder
seit 1997im Landesverband Thüringen
Unser Verein wurde im Jahre 1976 gegründet (siehe Geschichte) und zählt heute rund 120 aktive Mitglieder. Seit 1992 sind wir im Vereinsregister eingetragen und dürfen den Zusatz "e. V." tragen, seit 1997 sind wir Mitglied im Landesverband Thüringen beim Bund Deutscher Karneval.

Am 11.11. eröffnen wir die fünfte Jahreszeit, bei uns "Fosenocht" genannt, auf dem Hüttenplatz. Am darauffolgenden Samstag wird dies dann durch eine Tanzveranstaltung im Kulturhaus komplettiert.

Ein besonderer Höhepunkt in jeder Saison sind unsere sechs Büttenabende und unser Familienbüttennachmittag. Ein begeistertes Publikum und der Spaß den wir vor und während dieser Veranstaltungen haben, spornt uns jedes Jahr an, das Niveau zu halten.

Die ursprünglich "4 Tollen Tage" wurden 2003 durch den Weiberfasching und vor wenigen Jahren durch einen House-Fasching erweitert. Am Donnerstag übernehmen die Frauen die Regentschaft. Männer sind an diesem Abend nur in Frauenkostümen erwünscht. Am Freitag vor dem Fastnachtswochenende schwingt die Jugend das Zepter im Kulturhaussaal und gibt jedes Jahr ein besonderes Motto aus, unter dem die Party steigt.

Danach folgt der große Faschingsball am Samstag mit der Krönung der Prinzenpaare durch den Präsidenten. An allen Veranstaltungen werden die schönsten und einfallsreichsten Kostüme prämiert.

Der Kinderfasching findet am Sonntagnachmittag statt. Dann ist das Kulturhaus fest in Kinderhand. Die Bademeister und ihre Freunde machen diesen Nachmittag für die Kinder zu einem besonderen Erlebnis.

Am Morgen des Rosenmontags zieht der LCV durch Lauscha, besucht die Kindertagesstätte "Hüttengeister" und bringt den Kindern der Grundschule Spielspass und Faschingsgaudi.

Der Faschingsausklang ist seit jeher eine Veranstaltung, die der LCV mit seinen vielen Freunden aus der Glasstadt und deren Umgebung feiert. Seit 2026 tun wir das in einer besonders entspannten Atmosphäre. Mit dem LCV-Wohnzimmer-Fasching laden wir unsere Freunde zu uns nach Hause, in den schönsten Saal der Welt, ein, um bei chilliger Unplugged-Musik in den gefürchteten Aschermittwoch hineinzufeiern. Dabei bilden mehrere Canapés in echter Wohnzimmerkulisse das passende Ambiente.

Auch außerhalb der närrischen Zeit sind wir bei verschiedenen Veranstaltungen aktiv. So versorgen wir beispielsweise an den beiden Kugelmarktwochenenden die Besucher des Kulturhauses mit Speisen und Getränken, bewirtschaften den Saal auch an diversen anderen Veranstaltungen und arbeiten mit anderen Vereinen eng zusammen.

Natürlich wird auch das gesellige Zusammensein von jeher bei uns groß geschrieben. So führen wir gemeinsame Vereinsfahrten, Wanderungen, Weihnachtsfeiern, Jahreshauptversammlungen und vieles mehr durch, bei denen vor allem der Spaß an erster Stelle steht.
Verantwortung im Verein

Vorstand & Präsidenten

Amtierender Vorstand Stefan Böhm-Wirt
Amtierender Präsident Günther Horn

Ehemalige Vorstände

  • Hartmut Greiner-Stöffele
  • Reinhard Müller-Blech
  • Otto Sesselmann
  • Herman Metzner
  • Fred Neubauer
  • Uwe Weigelt
  • Hardy Langhammer
  • Matthias Jahn

Ehemalige Präsidenten

  • Klaus Geißler
  • Thomas Sieder
  • Herbert Greiner-Well
  • Eberhard Hotze
  • Wolfgang Gimm
  • Arnd Müller
  • Rainer Meusel

Die Geschichte

1956
Das erste Faschingsplakat

Die erste Vereinsgründung

Im Jahre 1956 beschlossen fünf Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Lauscha unter Leitung von Heinz Bätz (Da’s Heinz), den ersten Lauschaer Karnevalverein zu gründen.

1957
Prinzenpaar Ursula I. und Günter I.

Die ersten „4 Tollen Tage“

Im Februar 1957 wurden in Lauscha erstmals die „4 Tollen Tage“ gefeiert. Ausgerufen wurden sie durch das Prinzenpaar Ursula I. und Günter I. Mit dabei waren der erste Präsident Heinz Leipold-Haas sowie zunächst acht Minister.

Schon damals wurden die besten und einfallsreichsten Kostüme prämiert. Nach dem Kinderumzug mit Kinderprinzenpaar bildete die öffentliche Rasur mit Bierschaum auf dem Hüttenplatz den Abschluss der närrischen Tage.

1960

Auflösung des Vereins

Trotz Schwierigkeiten bei der Organisation der Kostüme und der Beobachtung durch die Staatsorgane der DDR wurden die Veranstaltungen ein Erfolg. 1960 sollte der Verein in den „Club der Werktätigen“ integriert werden, um ihn stärker kontrollieren zu können. Daraufhin beschlossen die Mitglieder einstimmig die Auflösung.

1976–77

Der närrische Neubeginn

Nach 16 Jahren begeisterten sich Mitglieder des Jugendclubs wieder für die Faschingsidee und die „Lauschner Fosenocht“. Beim Silvesterball 1976 trat erstmals der Elferrat mit Präsident Klaus Geißler auf.

Am Faschingssamstag 1977 kehrte auch der „Faschingsgeist“, alias Herbert Nass, auf die Bühne des Kulturhaussaals zurück. Seitdem ist er ein ständiger Begleiter des Vereins, der damals noch Lauschaer Carneval Club hieß.

1979–80

Programm und große Umzüge

Die Veranstaltungen wurden jährlich wiederholt. Erste Programmhöhepunkte waren das legendäre Schwanensee-Männerballett und der Hexentanz der Garde in der Saison 1978/79.

1979 fand der erste große Faschingsumzug am Rosenmontag statt. Er wurde 1980 wiederholt und wird seitdem zu jedem Jubiläum des LCC/LCV durchgeführt.

1984–93

Die Büttenabende wachsen

In der Saison 1984/85 wurde der erste Lauschaer Büttenabend durchgeführt. Das zunächst dreistündige Programm zeigte erstmals einen Gardetanz. Fritz Huhn vom befreundeten Verein aus Viernau gab mit einer Büttenrede Starthilfe, musikalisch begleitet von der Blaskapelle Steinach.

Schon wenige Jahre später mussten die Veranstaltungen auf zwei Wochenenden und schließlich sechs Vorstellungen erweitert werden. Nach einer kurzen Krise um 1990 richtete der LCV wieder sechs Büttenabende aus. Seit 1993 besitzt der umfangreiche Kinderblock einen eigenen Kindermoderator.

Seit 1990

Vom Büttenabend zur großen Show

Seit der Wende werden die Büttenabende als Show gestaltet und dauern inzwischen rund fünf Stunden. Die musikalische Begleitung übernahm die Stadtkapelle Lauscha unter Leitung von Volker Sesselmann, dem Anna und Sebastian Käppler erfolgreich nachfolgten.

2020–22

Neue Wege in schwierigen Zeiten

Während der Corona-Pandemie galt es, neue Möglichkeiten der Vereinsarbeit zu finden. Mit dem „Büttenabend im Homeoffice“ bewiesen die Lauschaer Fosanochter ihre Wandlungsfähigkeit. Beiträge wurden in kleinen Gruppen trainiert und für DVD und YouTube produziert.

Im Februar 2022 entstand ein Open-Air-Fasching an der Ernstthäler Sommerrodelbahn. Gemeinsam mit der Stadt Lauscha, Gollo-Musik e.V. und der Stadtkapelle Lauscha e.V. wurde außerdem die Narrhalla technisch modernisiert – von Belüftung und Beleuchtung bis hin zu Bestuhlung, Spültechnik und Brandschutz.

2022–24
Närrische Weinprobe des LCV

Ein neuer Aufbruch

„Wer will, dass alles so schön bleibt, wie es ist, muss sich immer neu erfinden.“ – diese Losung gilt auch für Fosanochterinnen und Fosanochter. Daher haben wir auf Basis einer großen Publikumsbefragung unsere Veranstaltungskonzepte überarbeitet und sind nach der Corona-Zwangspause mit neuen Formaten an den Start gegangen.

Mit der „Närrischen Weinprobe“ zum Saisonauftakt verbinden wir Lauschner Leidenschaften: einen Sinn für guten Geschmack und närrische Geselligkeit. Gemeinsam mit unserem Partner, dem Weinhof Brettel aus Mitwitz, verkosten wir mittlerweile an zwei Abenden rund um den 11.11. internationale Weine mit einem närrischen Programm.

2024–25

In die Zukunft investieren

Das Wohnzimmer des LCV ist das Lauschaer Kulturhaus. Gemeinsam mit unseren Freunden vom Gollo-Musik-Verein, der Stadtkapelle Lauscha und der Stadt Lauscha unternehmen wir große Anstrengungen, den „schönsten Saal der Welt“ auch für unsere Kinder und Enkel als Veranstaltungsort zu erhalten. 2025 haben wir daher in einem Gemeinschaftsprojekt die Theke des Kulturhauses saniert und mit moderner Gastro-Technik ausgestattet.

Das Fundament für den Verein von morgen ist die Nachwuchsarbeit von heute. Um unsere Funkengarde, die Lila-Laune-Garde und unsere PrinzenGarde immer enger zu verzahnen, organisieren die Trainerinnen seit 2025 einen gemeinsamen Garde-Workshop in der Turnhalle Lauscha – mit externen und vereinseigenen Coaches und jeder Menge Spaß für unsere Tänzerinnen und Tänzer.

2025–26
Wohnzimmerkulissen beim LCV-Wohnzimmerfasching

Traditionen und Wandel

Mit Freunden die Saison ausklingen lassen kann man beim LCV-Wohnzimmerfasching – unserem neuen, entspannten Veranstaltungskonzept am Faschingsdienstag.

Gleich mehrere „Wohnzimmer“ finden Platz im Kulturhaussaal und bilden die Kulisse für einen Faschingsabschluss mit entspannter Akustik-Musik und tollen Gesprächen mit den Freunden der Lauschner Fosanocht.

Aktuell
Kulturhausbar während der Modernisierung

50 Jahre und kein bisschen leise

Auch das goldene Jubiläumsjahr lässt den LCV in die Zukunft blicken: Motiviert von der modernisierten Theke haben wir uns zum Geburtstag die Modernisierung unserer Kulturhausbar vorgenommen. Die Arbeiten gemeinsam mit den Handwerksbetrieben der Glasbläserstadt laufen – unsere Gäste und wir dürfen uns auf das Ergebnis freuen.

Auch in puncto Sicherheit geht es voran. Seit Juni 2026 haben wir im Kulturhaus einen automatisierten Defibrillator montiert, der schnelle medizinische Hilfe vor Ort sicherstellt.

Die Vorbereitungen für unser großes Jubiläum laufen auf Hochtouren. Freuen Sie sich im November auf die Jubiläumsauflage der närrischen Weinprobe und – zusätzlich zum regulären Programm des LCV – im Januar auf einen großen Faschingsumzug.

Auch 50 Jahre nach seiner Gründung gilt im LCV: „Es is ölls schönner, wenn me’s se samma macht … un a besslä Spass debei hot.“